Bürgerwehren - gut gemeint, aber brandgefährlich
- Björn Emanuelsson
- 9. Okt.
- 2 Min. Lesezeit

In vielen Stadtteilen von Celle und Umgebung haben sich in den letzten Monaten sogenannte Bürgerwehren gebildet. Gruppen von Anwohnerinnen und Anwohnern, die in Eigeninitiative durch die Straßen patrouillieren – teils sogar rund um die Uhr.
Ziel: Einbrecher abschrecken, Straftäter aufspüren, für „Sicherheit“ sorgen. Doch was gut gemeint klingt, ist in Wahrheit hoch riskant – für alle Beteiligten.
Warum Bürgerwehren keine gute Idee sind
Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wenn Einbrüche, Vandalismus oder Diebstähle in der Nachbarschaft zunehmen, ist der Wunsch nach Schutz völlig verständlich. Aber: Sicherheit darf niemals zur Selbstjustiz werden.
Rechtlich problematisch
Niemand darf einfach polizeiliche Aufgaben übernehmen. Wer jemanden festhält, durchsucht oder gar bedroht, begeht im schlimmsten Fall selbst eine Straftat – etwa wegen Nötigung, Körperverletzung oder Freiheitsberaubung.
Gefahr für Leib und Leben
Täter können bewaffnet, gewaltbereit oder unter Drogen stehen. Ohne Ausbildung oder Schutzausrüstung kann eine Konfrontation lebensgefährlich enden.
Fehleinschätzungen und falsche Verdächtigungen
Schnell wird ein Nachbar oder Handwerker verdächtigt, der nur zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Solche Vorfälle zerstören Vertrauen – genau das, was eine gute Nachbarschaft eigentlich ausmacht.
Schadet der Polizei statt zu helfen
Selbst ernannte Ordnungshüter behindern oft die Ermittlungsarbeit. Spuren werden zerstört, Einsätze verzögert, falsche Hinweise binden Ressourcen – alles kontraproduktiv für echte Polizeiarbeit.
Was stattdessen wirklich hilft
Sicherheit ist Teamarbeit – aber mit klaren Rollen. Niemand muss nachts durch die Straßen laufen, um sein Zuhause zu schützen. Es gibt effektive und sichere Alternativen, die auf Zusammenarbeit statt Konfrontation setzen:
Beobachten statt eingreifen: Verdächtiges Verhalten? Abstand halten, Details
notieren, 110 anrufen.Merkspruch: Sehen – Schätzen – Sichern – Melden.
Nachbarschaftsnetzwerke aufbauen: Gemeinsame Chatgruppen, gegenseitige Aufmerksamkeit, gute Beleuchtung und abgesprochene Urlaubsvertretung – all das wirkt vorbeugend und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
Polizeiliche Beratung nutzen: Die Polizei Celle und auch SicherheitsCelle bieten regelmäßig Info-Veranstaltungen und Sicherheitschecks an. Hier erfährt man, wie man Haus, Wohnung und Grundstück wirksam schützt – ganz ohne Risiko.
Moderne Technik einsetzen: Frühwarnsysteme wie FR.ED von Suritec können Einbruchsversuche schon im Ansatz erkennen und/ oder mit nur einem Knopfdruck "Panik-Alarm" auslösen. Ohne Umbauarbeiten, ohne Strahlung – und ganz ohne nächtliche Streifen zu Fuß.
Sicherheit ja – Selbstjustiz nein!
Wer Verantwortung übernehmen möchte, kann viel tun: sich informieren, aufmerksam sein, Nachbarn unterstützen, Technik einsetzen, Polizei einbinden. Aber bitte: Überlassen Sie die Verbrecherjagd den Profis.
Denn echte Sicherheit entsteht nicht durch Angst oder Misstrauen – sondern durch Zusammenarbeit, Prävention und kluge Technik.
Bürgerwehren mögen gut gemeint sein, doch sie sind keine Lösung. Wer seine Nachbarschaft wirklich schützen möchte, sollte auf legale, sichere und nachhaltige Wege setzen.
Und genau dabei helfen wir von SicherheitsCelle – mit Beratung, moderner Technik und dem Frühwarnsystem FR.ED, das schützt, was Ihnen wichtig ist.
SicherheitsCelle – Wir machen Celle sicherer.



